12 Wochen – und doch passieren immer wieder Pannen

Seit 12 Wochen schreibe ich mir nun auf, wie ich den Tag verbringe. Wann ich aufstehe, ob ich morgens meditiere, Asanas einübe, etc. Es schärft den Blick deutlich. Empfohlen wurde es in einem Satsang bei Yoga-Vidya, an dem ich aber nur per Internet teilnahm.

An den allermeisten Tagen muss ich natürlich auch arbeiten, und vorher morgens das Frühstück vorbereiten. Also ist mein Standard-Tagesablauf an Arbeitstagen ungefähr so:

05:00 Uhr aufstehen, Yogasachen anziehen, kurz lüften, dabei Wetter prüfen, Gummibaum (wenig) gießen, Yogamatte ausrollen, Mala umlegen.
zuerst Pranayama: Agni Sara, Kavacham, hinsetzen, Kapalabati 3 Runden.danach Meditation (ca 20 Minuten), danach einige Mantras singen.
Kurz vor sechs dann Pause, Frühstück vorbereiten, Sohn wecken.
Danach zuerst einige Mantras singen, dann Asanas: Sonnengruß, wenn möglich 4 bis 6 Runden (kann ich nicht jeden Tag). Krokodilsübungen. Krokodilsdrehungen. Schulterstand. Vorbeuge. evtl Fisch. Drehsitz. Krieger. Berghaltung. Positionen ganz nach Gefühl und je nach Schmerzen in den Gelenken. zum Schluss dann Tiefenentspannung.
Danach kurz vor sieben dann ins Bad, Umziehen, selbst Frühstücken.

An den meisten Tagen schaffe ich das so, nur etwa ein Mal pro Woche bin ich morgens so unkonzentriert, daß ich lieber eine geführte Meditation mache. An solchen Tagen höre ich in der ersten Stunde dann den Podcast „172: Yoga-Übungspraxis 20 Minuten“ von Sukadev von Yoga-Vidya.

Das schafft man natürlich nur, wenn man deutlich vor Mitternacht schlafen geht. Aber es ist nicht so schlimm wie man zuerst denkt. Die Tiefenentspannung ersetzt ganz klar auch Schlaf. Und es hilft sehr, sich den Tagesablauf in einem Spirituellen Tagebuch aufzuschreiben.

Wer auch einmal versuchen mag, wie das ist, kann hier: SpirituellesTagebuchVorlage
meine Vorlage ausprobieren. (Nur für private Verwendung freigegeben.)

Trotzdem klappt es nicht jeden Tag. Gerade heute morgen piepste direkt nach dem Aufstehen mein Tablet. Neugierig wie ich bin musste ich natürlich schauen was das war, und bin prompt länger dran hängen geblieben. Naja, dann hab ich nach sechs den Podcast gemacht, war auch nicht so schlimm.

Die goldene Regel ist: wenn man es einmal nicht schafft, vergisst, oder nicht kann, warum auch immer – danach einfach weitermachen, als wäre nichts geschehen. Wir sind alle nur Menschen, machen Fehler, Perfektion ist sowieso kein Ziel.

Am Wichtigsten ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Manche hören mit den besten Gewohnheiten plötzlich auf, nur weil es ihnen einmal nicht gelingt, sie einzuhalten. Vielleicht weil sie von sich selbst enttäuscht sind. Das sollte man ganz bestimmt vermeiden. Einfach weitermachen. Pannen passieren.

Om Namah Shivaya.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s