Asana-Workshop: Intensität und Prana-Wahrnehmung

Am Freitag war ich in einer Yogastunde mit Swami Saradananda. Für mich ungewohnt, an einem Arbeitstag abends zur Yogastunde zu gehen, sonst gehe ich nur Sonntags ers zur Yogastunde und bleibe dann zum Satsang. Zuerst nahm ich die Lehrerin auch gar nicht wahr, sie war ganz unscheinbar, aber ich kam auch etwas spät, war im Büro noch aufgehalten worden, es war auch ein sehr inensiver Tag gewesen. Nun also ohne Pause direkt zum Yoga.

Die Stunde fing ganz unauffällig an, mit der Anfangsentspannung, lediglich die Übersetzung war ungewohnt. Bei den Übungen dann fiel schon zu Anfang auf, dass sie ungewöhnlich langsam ausgeführt wurden. Gut, der Titel des Workshops war „Asanas intensiv“, das passte schon. Die Krokodilsübungen waren auch noch gut auszuführen für mich. Beim Sonnengruß hatte ich dann einige Schwierigketen, mein rechter Arm schmerzte schon nach kurzer Zeit im Stütz und im Hund, ich versuchte natürlich die angesagten Bewegungen auch auszuführen, konnte aber gelegenlich nicht mehr mithalten. Später der Mondgruß und der Drehsitz machten mir dann weniger Schwierigkeiten. Ziemlich anstrengend waren auch der Schulterstand und der Pflug, jeweils etwa drei Mal so lange zu halten wie sonst gewohnt. Gut war dabei, dass ich die hinterste Matte hatte, so fiel es weniger auf wenn ich nicht mehr mitkam. Sehr inensiv war es trozdem, und es gab auch einige Unterschiede zum gewohnten Bewegungsablauf.

Sehr witzig auch die Bemerkung der Swamiji, bald wäre ihr 40-jähriges Yogi-Jubiläum, so alt wären etliche Anwesende ja nicht einmal. Ich dachte nur, die meisten sind auch kaum älter als meine Kinder 😉 Aber viele waren ja TeilnehmerInnen der Yogalehrerausbildung. Wenn man bedenkt, dass sehr viele Anfänger im Yoga deutlich über 40 sind, dann ist das ein großer Altersunterschied. Ob so junge YogalehrerInnen sich dann so leicht in das Gefühl einer ganz anderen Generation hinversetzen können? Sie haben ja oft noch genug mit sich selbst zu tun…

Nach der Endentspannung dann war noch einen kurze Fragerunde. Die eifrigen Yogalehrerinnen-Azubis (wenn ich sie mal so nennen darf) drängten sich eng um die Swami, von hinten war kein durchkommen. So schnell konnte ich das auch sowieso nicht verarbeiten. Auffällig für mich waren die Fragen nach der Prana-Wahrnehmung. Und mehr als das: wie kann es sein, dass Leute längere Zeit Yoga machen, ohne Prana zu spüren? Aber es ist wohl so. Ich konnte das schon immer, dachte auch, das könnten alle. Ich brauche nur die Hände ausbreiten, schon spüre ich wie ich eine Art Prana-Schirm aufspanne, als wären meine Hände durch ein unsichtbares Gummiband verbunden.

Muss ich noch betonen, dass mir Pranayama viel gibt? Am liebsten ist mir Sukadevs Sequenz: Agni Sara, Kavacham, Kapalabati. Diese übe ich seit vielen Wochen jeden Morgen. Wechselatmung hingegen fällt mir sehr schwer, ich habe es in anderen Beiträgen schon erwähnt, mit ungerader Nasenscheidewand und häufigem Schnupfen ist das nicht leicht. Manchmal schummele ich dann in der Yogastunde, selbst Yogis schauen einen komisch an wenn man eine Übung nicht mit macht 😉

Mein Fazit des Abends: es mag sein, dass ich körperlich mit den Jungen nicht mithalten kann, aber Yoga ist ja auch kein Sport. Patanjali sagt: Sthir sukham Asana – „In sich ruhend, entspannend, so die Asana“ (zitiert nach Osho, Das grüne Yoga-Buch, S. 43f). Eine Yogahaltung sollte so sein, dass Du dabei deinen Körper vergessen kannst. (ebd)
Osho mag ein Verführer gewesen sein, seine niedergeschriebenen Worte allerdings sind so evident wahr dass ich keinerlei Zweifel habe.

Also nehme ich an solchen Workshops auch nicht deshalb teil, weil ich die Details einer solchen Vermittlung so wichtig finde, sondern vor allem weil ich den Geist einer solchen Lehrerin spüren möchte. Diese hier hatte eine starke Aura, aber nicht das Talent, den Geist zu lehren, oder nicht die Absicht. Ich spürte nicht diese Präsenz, die ich bei anderen Workshops wahrgenommen hatte. Lag das an mir? Vielleicht war es mein Fehler, meine Schwäche, es kann sein. Vielleicht auch sollte ich diese Gabe, Prana wahrzunehmen, besser nutzen, anderen damit zu helfen. Ich werde darüber meditieren.

OM SHANTI

Blue

PS: liebe Freunde, mein Schleppi gibt schon langsam den Geist auf…. Wenn irgendwo in diesem TexT ein T oder ein Q fehlen sollTe, dann lieg es nich an meiner schlechTen Rechtschreibung, sondern weil die TasTen kapuTT sind und nich mehr reagieren. Ich muss die fehlenden BuchsTaben immer mit der Bildschirmtastaur eingeben. Das bremsT naTürlich gewaltig, und nervT kolossal. Deshalb werde ich wohl demnächst einen neuen kaufen. Wegen der guTen Qualität denke ich an ein Äpfelchen, aber es darf gebraucht sein. Falls jemand noch so ein Stück „Obst“ über hat kann er/sie mir ja ein Angebot machen 😉

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