Liebster Award

Ich wurde von Katja für den Liebster Award nominiert. Vielen Dank dafür!

Zu Mein Liebster Award wurde überliefert:

Für euch gelten DIESE Regeln:

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

 

Hier nun meine Fragen und Antworten:

1.) Womit bereitest Du anderen gern eine Freude?

Oh, das ist ganz unterschiedlich, je nachdem wer es ist. Mit meiner Tochter koche ich gern. Mit meinem Sohn philosophiere ich gern während wir spazieren gehen. Und was ich mit meiner Liebsten am liebsten mache brauche ich ja nicht so genau erklären, oder? 😉

2.) Deine Lieblingsserie. Heute und in Kindertagen?

Als Kind habe ich unendlich viel fern gesehen. Besonders gern die Serien am frühen Samstag Abend, zum Beispiel Raumschiff Enterprise, aber auch Daktari oder den chinesischen Kämpfer aus Lian-Shan-Po. Schon vorher aber die Science-Fiction-Serien am Abend wie Raumpatrouille Orion oder Mondbasis Alpha.
Heute sehe ich kaum noch fern, und gar keine Serien im engeren Sinn mehr. Eher schaue ich gelegentlich Youtube, und dort zum Beispiel Clips mit Lektionen von Sprachkursen wie auf japaneseod101.com oder auch dutchpod101.com, relativ oft auch Yoga-Clips und Satsangs von Yoga-Vidya aus Bad Meinberg, und nur gelegentlich (und dann wild durcheinander) Beiträge auf der Arte-TV Mediathek.

3.) Welche Eigenschaft/Qualität schätzt du an anderen Menschen am Meisten?

Das ist unterschiedlich, je nachdem ob Mann oder Frau, und woher ich sie kenne.
Bei Kollegen mag ich, wenn sie ebenso wissbegierig sind wie ich das bin. Eine gewisse Ungeduld kann ich tolerieren, Oberflächlichkeit oder Arroganz mag ich nicht.
Bei (männlichen) Freunden schätze ich Konstanz, und wenn sie ansprechbar bleiben, auch wenn wir uns nicht oft sehen.
Bei meiner Partnerin ist es mir wichtig, dass sie meine Macken wohlwollend toleriert, dass sie klug ist (auch wenn sie das selbst nicht glaubt), und dass ich sie attraktiv finde.

4.) Welches Gefühl möchtest du einer Person geben, die dir begegnet?

Ich hoffe zu vermitteln, dass ich zunächst einmal jede(n) ernst nehme, und unvoreingenommen über das nachdenke, was er oder sie sagt.

5.) Was bringt dich so richtig zum Lachen?

Oh, vieles, zum Beispiel meine eigenen Fehler, aber erst nach einiger Zeit.

6.) Zeigst du deinen Blog deiner Familie oder Freunden?

Nein. Dies ist ein Gebiet in dem ich Dinge aussprechen möchte, über die ich sonst nicht reden kann.

7.) Kopfmensch oder Bauchgefühl – wie triffst du deine Entscheidungen?

Auch wenn mich alle für einen Kopfmensch halten: Entscheidungen treffe ich immer nach dem Bauchgefühl.

8.) Auf welchem Gerät und an welchem Ort schreibst du deinen Blog?

Meistens auf meinem iPAD, egal wo, im Büro in der Mittagspause, in der S-Bahn, oder abends zuhause.

9.) Welchen Beitrag auf WordPress (egal von wem) musst du am besten der ganzen Welt empfehlen?

Nein, so ernst nehme ich das hier denn doch nicht. Jeder Mensch sollte auf seine Weise glücklich werden dürfen. Und viele werden meine Meinung nicht teilen, das ist okay.

10.) Wer ist dein Fels in der Brandung?

Nicht ein einzelner, eher die Yoga-Gurus in den vielen Generationen seit Krishna und Patanjali. Wenn ich einen einzelnen zuerst nennen muss: Sukadev Bretz von Yoga-Vidya, der beste Yoga- und Meditationslehrer den ich kenne.

11.) Könntest du dir vorstellen, jemals wieder ohne deinen Blog zu leben?

Natürlich, wenn es niemand mehr liest, dann kann das sein. Die Zeiten ändern sich, Blogs wird es nicht immer geben. Aber dann wird es andere Medien geben. In den Anfangszeiten des Internet (als es in Doitschland noch niemand so nannte) waren es Newsgroups, später Foren, jetzt sind es eben Blogs und dazu G+, FB oder Twitter.

Als Zugabe noch einige der Fragen von Katja (weil ich sie spannend fand) und meine Antworten darauf. Für Geduldige 🙂

Wie kamt ihr zum Bloggen?

Ich war neugierig auf das neue Framework. Ich bin ja Software Entwickler, schreibe meistens in Java, aber kann auch HTML, und suchte damals ein HMTL-System bei dem ich nicht immer das Rad selber erfinden müsste. Für allgemeine Zwecke bevorzuge und liebe ich aber Wikis, zum Beispiel als virtuelle schwarze Bretter im Büro im Firmennetz. Dafür wäre WP einfach viel zu groß und schwerfällig.

Fällt es euch schwer eure Artikel zu verfassen oder sprudeln sie nur so aus euch heraus?

Kurze Antwort: ja, beides. Wenn ich erst mal angefangen habe geht es ganz leicht.

Wollt ihr mit eurem Blog etwas verändern/bewegen?
Ja und nein: verändern kann ich primär nur mich selbst, andere müssen das schon selbst tun. J

Welcher deiner Artikel liegt dir richtig am Herzen / am meisten am Herzen?
Eigentlich mag ich sie alle. Oder auch: immer genau der, der der Leserin und dem Leser was sagt.

Welchen Beitrag auf WordPress (egal von wem) musst du am besten der ganzen Welt empfehlen?

Siehe oben

Liest du gerne? Wenn ja was ist dein Lieblingsbuch und warum?

Oh ja. Meistens habe ich einen Slow Start, tue mich zu Anfang schwer, aber wenn ich erst mal Feuer gefangen habe… Aber dann meistens nur triviales, und es ist nur für das Gefühl beim Lesen da, hat meistens keine bleibende Wirkung, wie bei LOTR oder HP oder Warrior Cats.
Aber es gibt Ausnahmen: „Narziss und Goldmund“ von Hesse, „Kafka am Strand“ von Murakami, „Darknet“ von Suarez, „Herr Nagano und die Frauen“ von Kawakami.
Eine weitere Ausnahme: Sachbücher. Ich liebe gute Sachbücher. Mein All-Time-Favorite ist „Das Rätsel Ödipus“ von Bischof. Darin geht es um eine große Palette von Verhaltensforschung bis zur Frage warum es überhaupt Evolution, Geschlechter, Sex gibt.

Wenn du morgen hinfahren könntest wo du willst wohin wäre es?

Nach Japan, in die Provinz dort, und nach Tokyo natürlich, gern auch einen Sprachkurs vor Ort machen, auf einen Entwicklerkongress dort gehen. Ein Traum.

Kochst du gerne und magst du deftige oder süße Speisen mehr?

Ja, sehr gern. Eigentlich mag ich alles, es muss nur vegetarisch sein und frisch. J

Wobei, süße Gerichte kann ich nicht so gut.
Im Winter zum Beispiel frischen Grünkohl in ganzen Pflanzen, bloß nicht zerhackt. Die Blätter entlang den Stängeln abschneiden, wie Blattspinat ganz lassen, blanchieren und garen.

Im Sommer Spargel mit Kräutersoße. Im Herbst Linsen-Bolognese mit Fusili. Im Frühling Gemüseeintopf mit Lauch, jungen Möhren, was so da ist.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Wie so oft gleich zwei:

„Lost in Translation“ mit Bill Murray und Scarlett Johannson

Diese Heimatlosigkeit (mein Grundgefühl) gerade in Japan, dem Land meiner Träume. Und dann diese geheimnisvolle Schöne, mit der würde ich auch singen J

„Friends with Benefits“ mit Mila Kunis und Justin Timberlake

Ein wunderbares modernes Märchen, der Traum aller jung gebliebenen, am besten im Original, da ist Milas Stimme so schön „kieksig“.

Würdest du auf eine Demo gehen?
Nein. Diejenigen, gegen die ich etwas sagen möchte, die interessieren sich nicht für Demonstranten.

Glaubst du das jeder von uns etwas erreichen und verändern kann?

Ja: sich selbst kann jeder verändern, Erleuchtung finden, es kann aber dauern (mehrere Inkarnationen). Ihr wolltet ja wissen was ich glaube. Was das anbetrifft kann ich mich am ehesten mit Hinduismus und mit Zen-Buddhismus identifizieren.

Achso, ja 🙂 jetzt sollte ich einige Mit-BloggerInnen nominieren (ich hoffe sie mögen das):

https://lilasumpf.wordpress.com/

https://pollysgeliebtesleben.wordpress.com/

https://nailpolishandsex.wordpress.com/

https://wenigerbinichmehr.wordpress.com/

https://alleinsein1974.wordpress.com/

Achso ja, vielleicht beantwortet Ihr die folgenden Fragen:

  1. Wie regelst Du deinen Internet-Konsum?
  2. Welche analogen Dinge sind bedroht und Dir trotzdem wichtig? Wie gehst Du damit um?
  3. Wie fing deine erste ernsthafte Beziehung an?
  4. Welches ist dein Traumort für eine Liebesnacht?
  5. Welcher Ort ist überhaupt Dein Taumziel in der Wirklichkeit?
  6. Welche Dinge willst Du noch erleben bevor er zu spät ist?
  7. Wie möchtest Du wohnen, und wie wohnst Du jetzt?
  8. In Zukunft könnte Benzin so teuer werden, dass kein Normalo mehr Auto fahren kann. Was machst Du dann?
  9. Welche Dummheit Deiner Jugend ärgert Dich heute noch?
  10. Hast Du ein Haustier? Wenn ja: welches magst Du am liebsten? Wenn nein: ist das Absicht?
  11. In welchem europäischen Land außer Deutschland würdest Du am liebsten leben?

So, dann viel Spaß 🙂

Träume

Sonne über dem Meer

Ein Morgen, an dem ich so weich noch träume von einer Zukunft, in der sich alle Schwierigkeiten des Lebens auflösen. Beziehungsprobleme verschwunden sind, vielleicht eine neue Bezehung etabliert ist. In mir steckt sicher mehr als nur der nützliche Versorger, und ich möchte noch weitere Seiten von mir auch mit Anderen leben.

Im Traum sind dann auch die Probleme bei der Arbeit gelöst, vielleicht weil ich dann etwas viel nützlicheres tue, die Abteilung oder gar die Firma gewechselt haben mag. In mir steckt sicher viel mehr als nur der nützliche Mitarbeiter für rücksichtslose und egoistische Manager einer IT-Firma. Bisher konnte ich da nur nicht weg, musste die Familie versorgen. Vielleicht wird das einmal anders, die Kinder werden älter, können Änderungen verkraften.

So hoffe ich das wird mehr als nur ein Traum. Schon seit längerer Zeit fühle ich mich als würde ich durch das Leben geführt. Wenn ich schwierige Probleme habe finde ich in der Meditation eine Lösung dafür, bekomme einen Hinweis, sehe eine helfende Hand. Das interpretiere ich ganz optimistisch als Führung und Hilfe.

Om Namoh Baghavateh Vasudevaya.

Elemente und Modalitäten

Wenn ich Texte zu Ayurveda lese, die darin enthaltenen Elemente und Doshas, dann bin ich zuerst etwas irritiert. Es gibt plötzlich ein Element mehr als ich bisher kannte, den Äther. Und Doshas kannte vorher ich gar nicht. Modalitäten waren mir geläufig, aber sie sind etwas völlig anderes als Doshas, eben nicht realisierte Elemente, sondern eben Modalitäten der Realisierung. Als Information über die Stärke von Energien sind die Elemente eine gute Orientierung. Doshas sind nach meinem Verständnis eine andere Gruppierung solcher Energien, auf eine andere Art zusammengefasst, aber das gleiche ausdrückend.

Wer das noch nicht kennt: der Ayurveda benennt drei Doshas, Vata, Pitta und Kapha. Von ihnen wird gesagt, daß Vata aus der Kombination der Elemente Luft und Äther besteht. Pita besteht aus dem Zusammenwirken von Feuer und Wasser. Kapha wiederum besteht aus Erde und Wasser. (Zu Ayurveda mehr bei Yoga Vidya)

Elemente und Modalitäten habe ich zuerst in westlicher Astrologie kennengelernt, während meiner Studienzeit. Damals beschäftigte ich mich unter anderem mit psychologischer Astrologie nach Liz Greene und mit Astrologie nach Döberreiner. Letztlich handelt es sich dabei um symbolische Systeme. Es gibt auch andere symbolische Systeme: das Tarot, das I-Ging, das Handlesen, und weitere. Im Wesen sind diese Systeme immer in sich abgeschlossen, können aber aufeinander abgebildet werden. Jedes Symbolische System stellt eine Art Koordinatensystem dar, mit dem (unter anderem) die Qualität der Zeit beschrieben werden kann.

Modalitäten stellen eher ein Bewegungsprinzip dar. Ein Horoskop gibt in gewisser Weise den Rythmus der Natur im Jahreskreis wieder, eingeteilt in die vier Jahreszeiten (bzw. Kreisviertel, Quadranten genannt), und diese wiederum unterteilt in drei Abschnitte, die Monate bzw. Zeichen. Die Abschnitte zu Beginn eines Quadranten haben dabei gemeinsam, dass sie das Bewegungsprinzip des Beginns, des nach-außen-Bringens eines Themas verkörpern. Die jeweils zweiten Abschnitte stehen diesen konträr gegenüber, sie verkörpern die Gegenbewegung oder die Reaktion des Gesamten oder der Umwelt auf den Primärimpuls. Die jeweils dritten Abschnitte stellen hingegen so etwas wie eine Synthese dar, eine Residualbewegung, sie bewahren und überschreiten die beiden Vorgänger gleichermaßen.

Ich stelle mir das immer wie eine Wellenbewegung vor: das kardinale Zeichen gleicht einem Strudel nach außen, wie ein Hochdruckgebiet oder eine Quelle; das fixe oder stabile Zeichen gleicht einem Strudel nach Innen, wie ein Tiefdruckgebiet, ein Abfluß, ein Sog; das variable Zeichen dreht die Perspektive, sieht aus wie eine Sinuskurve, eine Meereswelle, ein Kondesstreifen, ein Pulsieren.

Wenn ich ein Geburtshoroskop analysiere dann schaue ich mir ziemlich zu Anfang die Verteilung der Gestirne in den Häusern und Zeichen sowie in den Modalitäten an.

Für alle, denen die Zeichen und Elemente nicht mehr so ganz präsent sind: In der westlichen Astrologie betrachtet man die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Dem heißen und trockenen Feuer steht symbolisch dann das kalte und feuchte Wasser gegenüber, der heißen und feuchten Luft entgegen steht die kalte und trockene Erde. Im Horoskop ist die Folge freilich Feuer – Erde – Luft – Wasser.

kardinal fix variabel
Feuer Widder Loewe Schuetze
Wasser Krebs Skorpion Fische
Luft Waage Wassermann Zwilling
Erde Steinbock Stier Jungfrau

Bei der Analyse bewerte ich dann die Gestirne mit Punkten, je stärker der Einfluss desto höher die Punktzahl. Der Sonne gebe ich 4 Punkte, Mond und Aszendent je 3 Punkte, den persönlichen Gestirnen Merkur, Venus und Mars je 2 Punkte, den überpersönlichen Gestirnen Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto sowie dem Mondknoten je 1 Punkt. Der Geburtsherrscher bekommt einen Bonuspunkt dazu.

Dann bilde ich die Summen für die Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser sowie für die Modalitäten, also die kardinalen, fixen und variablen Zeichen.

Diese Werte geben einen guten Eindruck über die Energie eines Menschen. Vor allem auch Elemente oder Modalitäten mit sehr niedrigen Werten weisen dabei auf Schwächen hin.

kardinal fix variabel Punkte
Feuer Venus 2 AC,Mars, Uranus 6 Mond 3  11
Wasser Merkur 2+1 Neptun 1  4
Luft Jupiter 1 Sonne 4  5
Erde Saturn 1 Pluto, MK 2  3
Summen  6  8  9 23

Dies Beispiel sind meine eigenen Daten. Man kann darin leicht ablesen, dass ich ein Pitta-Typ bin. Alle diejenigen, die sich über ihren Ayurvedischen Typ nicht ganz klar sind kann ich empfehlen, einfach ein Geburtshoroskop zu berechnen und diese Werte zur Kontrolle zu bestimmen.

Die Horoskopberechnung bekommt man gratis bei Astrodata unter „Gratis Horoskope“ -> „Horoskopzeichnung“. Viel Spaß damit.

OM SHANTI

Vegan ist nur die halbe Botschaft

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So sieht im Moment meistens mein Mittagessen im Büro aus. Die Kartoffelpuffer sind dabei nur eine Zugabe, oft sind stattdessen auch Körnerbrötchen dabei oder Vollkornbrot, und dazu mein geliebter Kräuterkäse.. Ja, ich weiß: Käse ist nicht vegan. Aber das ist ja auch nicht das Ziel.

Nach meinem Gefühl soll das Essen nicht vegan per se sein, sondern gesund. Kleinere Abweichungen sind daher für mich kein Problem. Umgekehrt sind ja auch Alkohol, Koffein, Zucker im Prinzip vegan, aber nicht gesund. Mir scheint eher sinnvoll, was Yoga zur Ernährung sagt:

Die Ernährung soll vor allem gesund (sattwig) sein.

Gute Anregungen für die Ernährung fand ich zuerst bei Yoga-Vidya,  insbesondere dort. Später auch bei Swami Chidanand in einem seiner Bücher (im ersten Kapitel).

Die Hauptsache ist die: wenn ich vegetarische, sogar vorwiegend vegane Kost zu mir nehme, dann nicht wegen irgendeiner Theorie. Mittags esse ich seit einigen Wochen fast nur noch Salat, aber nicht weil ich ein Rohkost-Fan war (vielleicht werde ich das noch :)) sondern weil es mir hilft, meine Doshas im Gleichgewicht zu halten. (Zu Doshas siehe die Ayurveda-Seiten bei Yoga-Vidya, nur als Beispiel.) Ich habe ein stärkere energische Seite, im Horoskop habe ich auch Aszendent Löwe, und muss also meine starke Pita-Seite dämpfen. Ab dem späten Vormittag trinke ich deshalb auch keinen koffeinhaltigen Tee mehr. Mittags Salat zu essen hilft mir, im Gleichgewicht zu bleiben.

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Hier übrigens unser Menü von heute: Spitzkohl mit Bratkartoffeln und Tomaten-Paprikagemüse.

Sinnvolle Empfehlungen finde ich daher vor allem in den ayurvedischen Hinweisen, auf yogische Weise interpretiert. Sukadev Bretz von Yoga-Vidya hat es neulich in einem Podcast sehr gut zusammengefasst: Die Ernährung soll gesund (sattwig) sein. Zur gesunden Ernährung gehören vier Bestandteile: 1. Obst 2. Gemüse und Salate 3. Getreide und Vollkornprodukte 4. Hülsenfrüchte. Weniger gut sind rajasige Nahrungsmittel, diese machen den Geist unruhig: Koffein, Industriezucker, scharfe Gewürze, Fertiggerichte, Industrienahrung, Fast Food. Davon soll man wenig zu sich nehmen. Heute zählt man auch die Eier und Milchprodukte dazu, wegen der Produktionsbedingungen. (Industriebackwaren würde ich auch dazu zählen.) Dann gibt es noch tamasische Nahrung, diese ist direkt körperlich schädlich: Fleisch, Fisch, Alkohol, Drogen. Diese soll man besser gar nicht zu sich nehmen.

Am wichigsten aber ist, dass man nicht vergißt, daß wir alle auf dem Weg zu uns selbst sind. Für einige ist der Weg vielleicht länger, oder geht über eine andere Route. Das heißt aber nicht, daß wir auf sie herabschauen dürften.

12 Wochen – und doch passieren immer wieder Pannen

Seit 12 Wochen schreibe ich mir nun auf, wie ich den Tag verbringe. Wann ich aufstehe, ob ich morgens meditiere, Asanas einübe, etc. Es schärft den Blick deutlich. Empfohlen wurde es in einem Satsang bei Yoga-Vidya, an dem ich aber nur per Internet teilnahm.

An den allermeisten Tagen muss ich natürlich auch arbeiten, und vorher morgens das Frühstück vorbereiten. Also ist mein Standard-Tagesablauf an Arbeitstagen ungefähr so:

05:00 Uhr aufstehen, Yogasachen anziehen, kurz lüften, dabei Wetter prüfen, Gummibaum (wenig) gießen, Yogamatte ausrollen, Mala umlegen.
zuerst Pranayama: Agni Sara, Kavacham, hinsetzen, Kapalabati 3 Runden.danach Meditation (ca 20 Minuten), danach einige Mantras singen.
Kurz vor sechs dann Pause, Frühstück vorbereiten, Sohn wecken.
Danach zuerst einige Mantras singen, dann Asanas: Sonnengruß, wenn möglich 4 bis 6 Runden (kann ich nicht jeden Tag). Krokodilsübungen. Krokodilsdrehungen. Schulterstand. Vorbeuge. evtl Fisch. Drehsitz. Krieger. Berghaltung. Positionen ganz nach Gefühl und je nach Schmerzen in den Gelenken. zum Schluss dann Tiefenentspannung.
Danach kurz vor sieben dann ins Bad, Umziehen, selbst Frühstücken.

An den meisten Tagen schaffe ich das so, nur etwa ein Mal pro Woche bin ich morgens so unkonzentriert, daß ich lieber eine geführte Meditation mache. An solchen Tagen höre ich in der ersten Stunde dann den Podcast „172: Yoga-Übungspraxis 20 Minuten“ von Sukadev von Yoga-Vidya.

Das schafft man natürlich nur, wenn man deutlich vor Mitternacht schlafen geht. Aber es ist nicht so schlimm wie man zuerst denkt. Die Tiefenentspannung ersetzt ganz klar auch Schlaf. Und es hilft sehr, sich den Tagesablauf in einem Spirituellen Tagebuch aufzuschreiben.

Wer auch einmal versuchen mag, wie das ist, kann hier: SpirituellesTagebuchVorlage
meine Vorlage ausprobieren. (Nur für private Verwendung freigegeben.)

Trotzdem klappt es nicht jeden Tag. Gerade heute morgen piepste direkt nach dem Aufstehen mein Tablet. Neugierig wie ich bin musste ich natürlich schauen was das war, und bin prompt länger dran hängen geblieben. Naja, dann hab ich nach sechs den Podcast gemacht, war auch nicht so schlimm.

Die goldene Regel ist: wenn man es einmal nicht schafft, vergisst, oder nicht kann, warum auch immer – danach einfach weitermachen, als wäre nichts geschehen. Wir sind alle nur Menschen, machen Fehler, Perfektion ist sowieso kein Ziel.

Am Wichtigsten ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Manche hören mit den besten Gewohnheiten plötzlich auf, nur weil es ihnen einmal nicht gelingt, sie einzuhalten. Vielleicht weil sie von sich selbst enttäuscht sind. Das sollte man ganz bestimmt vermeiden. Einfach weitermachen. Pannen passieren.

Om Namah Shivaya.

Freie Tage fühlen sich komisch an

Nach den vielen Wochen erfüllt mit Hektik, Stress, frühem Aufstehen und konzentrierter Arbeit fühlt sich diese arbeitsfreie Zeit ganz fremd an. Es fällt mir schwer, einen neuen Tagesrythmus zu finden. Ebenso, den Tag sinnvoll zu strukturieren. Vielleicht liegt es daran, daß ich die Aktivitäten, mit denen ich früher freie Tage füllte, nur noch selten mag. Fernsehen mag ich nur noch in der Form selbstgewählten Programms von DVD, oder aus Mediatheken im Internet. Nur sehr selten mute ich mir die Nachrichtenflut von ARD und ZDF zu, Kommerzsender (privat sind die nicht) mochte ich noch nie.

Da meine Mitbewohner aber das Fernsehen sehr mögen ziehe ich mich oft in meinen Raum zurück, eine Art selbstgewählte Klausur. Dafür ernte ich oft missmutige Blicke, aber ich sehe nicht ein, nur um des Friedens willen, die gleiche Berieselung zu ertragen. An Werktagen ist das zeitlich auch nicht so auffällig, aber in dieser Woche schon. Ich hoffe diese Tage vergehen schnell.

bücher über yoga – es gibt so unendliche viele. diese gefallen mir

zu Anfang war es eine ganz kleine Reihe in meinem Bücherschrank. Langsam nähert sich die Zahl der auf Papier gedruckten Bücher über Yoga dem Dutzend. Als eBooks habe ich auch schon etliche. Zeit einmal kurz zu berichten.

Das erste Buch über Yoga das ich mir kaufte war Yoga für Einsteiger von GU. Die Bilder sind anschaulich. Die Textmenge für Anfänger angemessen. Der Tiefgang begrenzt, aber das ist ok für ein Buch das sich an Anfänger aller Yogastile richtet. Dafür ist es preisgüntig.

Als nächstes las ich ein Buch, das ich mir nur ausgeliehen hatte: Das Grosse Yogabuch von Anna Trökes. Glücklicherweise gibt es eine sehr gute Leihbücherei in meinem Wohnort. Dieses Buch ist schon ganz schön schwer für Anfänger. Sicher werde ich es noch einmal ausleihen. Der Stil gefällt mir.

Sehr hilfreich fand ich Patanjalis 10 Gebote der Lebensfreude von Birgit F. Carrasco, auch aus dem GU Verlag. Entgegen dem reißerischen Titel handelt es sich eigentlich um einen ernsthaften Kommentar zu Patanjalis Yoga-Sutra. Das Buch erklärt viele der darin vorkommenden yogischen bzw. vedischen Begriffe, die aus dem Sanskrit stammen. Auch die Aufmachung ist sehr ansprechend, die Typografie wunderschön. Ein Buch zum Verschenken.

In ähnlich schöner Aufmachung gibt es Wünsche Dir alles Erwarte Nichts und werde reich beschenkt von R. Sriram. Der Inhalt ist allerdings in gut indischer Tradition etwas schulmeisterlich. Wer klare Ansagen mag dem wird das zusagen.Das Buch enthält auch viele pointenreiche Geschichten aus der indischen Kultur. Nach den Videos von Sriram zu Patanjali im Internet hatte ich mehr Tiefgang und weniger Belehrung erwartet.

Ganz anders Die Bhagavad Gita in einer neuen Übersetzung von Ralph Skuban bei dtv. Eine herausragende Übersetzung, der Text wird vielfach neu verständlich. Dazu sehr lange Erläuterungen mit vielen Querverweisen auf inhaltliche Parallelen in Taoismus und  Apokryphen. Zum Inhalt des Buches selbst etwas zu sagen wäre überheblich, es ist eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur. Diese Ausgabe ist sehr schön aufgemacht, modern gestaltet, handlich und preisgünstig. Vom Übersetzer wird noch die Rede sein.

Nur als eBook habe ich Patanjalis Yogasutra sowie Die Psychologie des Yoga beide ebenfalls von Ralph Skuban. Beide enthalten, wie schon seine Ausgabe der Bhagavad Gita, jeweils eine Neuübersetzung des Originaltextes ins Deutsche und dazu sehr umfangreiche Erläuterungen. Im Stil sind sich diese drei Bücher überhaupt sehr ähnlich. Während Patanjalis Yogasutra als einer der kanonischen Texte des Hinduismus betrachtet wird, ist der Grundtext des dritten Bandes weniger bekannt. Noch einen Schritt weiter in der vedischen Geschichte rückwärts geht Skoban mit der Psychologie des Yoga, das die Sankhya-Philosophie von Kapila (ca. 600 v.Chr.) übersetzt, erläutert und kommentiert. In gewisser Weise bauen aber diese drei Bücher aufeinander auf: das Fundament bildet Kapilas Sankhya-Philosophie, darauf baut Patanjalis Yogasutra auf, und beide wiederum werden (unter anderem) in der Bhagavad Gita ins rechte Verhältnis gesetzt. Man kann sicher über Skubans Sichtweise des Yoga verschiedener Meinung sein. Das schmälert aber keineswegs die Bedeutung seiner Übersetzungen, sie sind einzigartig in ihrer Prägnanz und Klarheit.

Zuletzt möchte ich noch ein eBook nennen, das einen eher vergnüglichen Blick auf Yoga bietet. Dieses wiederum habe ich nur ausgeliehen. Und – ich gestehe es – dieses Buch habe ich in einem Stück in drei Stunden gelesen. Der Hund, die Krähe, das Om… und ich! von Susanne Fröhlich. Der Untertitel Mein YOGA-Tagebuch trifft es sehr gut. Die Autorin beschreibt ihren Weg, sich Yoga in einhundert Tagen zu nähern. Ihr Stil ist sicher eine Geschmacksfrage, ich mag ihn. Der Inhalt überzeugt sicher die eine oder andere Skeptikerin, oder auch gewesene Anfängerin, der vielleicht die Konstanz zu anstrengend war. Auf alle Fälle sind einige gute Kalauer darin, ein weiterer Geschenktip, diesmal eher für Nicht- oder Noch-Nicht-Yogis.

Soweit für heute 🙂

Om Shantih